
„Katastrophenschutz europäisch denken – Helfer vor Ort stärken“
Im Gespräch mit Pascal Arimont

Pascal Arimont, MdEP Co-Chair, Intergroup on Resilience
Die Waldbrände dieses Sommers haben in vielen Teilen Europas eindringlich gezeigt, dass effektiver Katastrophenschutz längst grenzüberschreitend gedacht werden muss. Bis Ende August aktivierten neun Länder den EU-Katastrophenschutzmechanismus. Während die Hilfseinsätze über Grenzen hinweg organisiert wurden, wurde zugleich deutlich, wie unverzichtbar freiwillige Feuerwehrleute, Landwirte und lokale Helfer vor Ort sind. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Dialogforum am 13. Oktober in Bonn an.
Pascal Arimont, Mitglied des Europäischen Parlaments für Belgien und Co-Chair der Intergroup „Resilience, Disaster Management and Civil Protection“, fordert nach den jüngsten Brandkatastrophen den Ausbau gemeinsamer europäischer Kapazitäten. Gleichzeitig betont er, dass diejenigen gestärkt werden müssen, die vor Ort direkt anpacken.
Die Brände im Hohen Venn und im Hürtgenwald verdeutlichen diese Notwendigkeit:
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Hohes Venn: Die Löscharbeiten wurden durch Einsatzmittel aus mehreren EU-Ländern unterstützt. Parallel halfen zahlreiche Landwirte mit Traktoren, Wassertanks und wertvoller Ortskenntnis.
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Hürtgenwald: Neben den regulären Einsatzorganisationen waren auch hier zahlreiche Land- und Forstwirte sowie freiwillige Helfer beteiligt.
Arimont fordert deshalb klare und unbürokratische Rahmenbedingungen. Es brauche einfache Strukturen, um freiwillige Kräfte gezielt zu mobilisieren, zu koordinieren, rechtlich abzusichern und für ihren Aufwand angemessen zu entschädigen.
Wir haben Pascal Arimont drei Fragen zu grenzüberschreitender Katastrophenvorsorge, der Rolle von Soforthelfern und die Möglichkeiten der digitalen Unterstützung gestellt:


